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Drehbuch, Rechts- und Auswertungsfragen


Seminarreihe ab Oktober 2011 
 Drehbuch, Rechts- und Auswertungsfragen
neue Termine für Multiplot-Erzähltechniken (28./29.1.12) und für Plotentwicklung (24. - 26.2.12) 
 
*** Erzählmuster jenseits des Mainstreams, Multiplot-Erzähltechniken (2 Tage) ***
Referent: Ron Kellerman

Was macht Filme wie Amores Perros, Traffic, Pulp Fiction oder Die üblichen Verdächtigen so außergewöhnlich? Es ist ihre Erzählstruktur. Im Gegensatz zu konventionell erzählten Filmen, die eine Geschichte einer bestimmten Figur auf einer Zeitebene in chronologischer Reihenfolge erzählen, brechen diese Filme das klassische lineare Erzählmuster auf, indem sie mehrere Geschichten episodisch, sequentiell oder auf verschiedenen Zeitebenen erzählen. Analysiert man diese Filme hinsichtlich ihres Aufbaus, so zeigen sich Gemeinsamkeiten, aus denen sich mehrere Multiplot-Erzählmuster ableiten lassen. Ausgehend von der klassischen Drei-Akt-Struktur und der Unterscheidung zwischen Fabula und Sujet sowie anhand von Filmbeispielen werden im Laufe des Seminars die Funktionsweisen verschiedener Parallelerzähltechniken erarbeitet.

In Laufe des Seminars werden abhängig von der Diskussionsmenge seitens der Teilnehmenden folgende Filme besprochen: Amores Perros, Citizen Cane, Traffic, Shine, Die üblichen Verdächtigen, Pulp Fiction, Go!, 21 Gramm, Das Ende einer Affäre, L.A. Crash, The Hours, Vergiss mein nicht, Babel, 11:14

Termin: 28. - 29.1.2012 (Sa - So)
Teilnahmegebühr: 100,- Euro

*** Plotentwicklung (3 Tage) ***
Referent: Dr. Karl-Dietmar Möller-Naß

Was ist die Struktur einer Geschichte, einer Filmerzählung, eines Plots? Was ist eine Idee für eine Geschichte? Wie entstehen Geschichten, wie werden sie aus Kernideen oder Prämissen entwickelt? Wie funktionieren kreative Methoden wie z.B. die Variation von Basisgeschichten? Wie konstruiere ich eine logische, aber doch originelle und nicht zu durchsichtige Handlung? Was ist unter Handlungslogik zu verstehen? Wie erfinde ich lebendige Charaktere? Was sind genrespezifische Erzählstrategien? Was sind typische Phasen und Prozeduren der Entwicklung eines Drehbuchs, was sind Präsentationsformen?
In diesem Seminar werden wir all diese Themen am Beispiel eines Films behandeln, den wir gemeinsam aus seiner Kernidee bis in viele Details hinein entwickeln und dann erst ansehen werden. Eine solche „generative Analyse“ rekonstruiert die Logik der Entwicklung eines Drehbuchs und ist damit eine sehr gute Methode, das Drehbuchschreiben zu erlernen oder zu optimieren.

Termin: 24. - 26.2.2012 (Fr - So)
Teilnahmegebühr: 120,- Euro

*** - 1 - Markt und Vermarktung von Stoffen (3 Tage) ***
Referent: Gerhard von Halem

Als Drehbuch-Autor ist man hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch das originär Eigene erfolgreich zu realisieren und der Realität des Marktes, der bestimmt ist von erheblichen wirtschaftlichen Zwängen und dem (allseits beklagten) Quotendruck.
Ist es wichtig, dass man als Autor weiß, wie der Markt funktioniert oder ist es für die künstle-rische Integrität besser sich nicht in die wirtschaftlichen Niederungen des Geschäfts zu begeben? Wer bestehen will, muss den Spagat irgendwie schaffen. Das Seminar gibt Informationen und Analysen, die es ermöglichen, diese Übung erfolgreich zu bestehen.
Termin: 17. - 19.10.2011 (Mo – Mi)
Teilnahmegebühr: 120,- Euro

*** - 3 - Dramaturgie und Ökonomie – Wie kann und muss man als Drehbuchautor auf mach- und finanzierbare Umsetzung der Ideen achten? (2 Tage) ***
Referent: Gerhard von Halem

Das filmische Erzählen ist unter erheblichem ökonomischem Druck. Die Rahmenbedingungen der Realisierung des Phantasieprodukts in bewegte, tönende Bilder betreffen die Bereitstellung der notwendigen Mittel und Bereitstellung der Zeit, diese Mittel effektiv zu nutzen.
Die Wirksamkeit des darzustellenden Geschehens ist letztlich abhängig von der erzielten Glaubwürdigkeit. Ein Ungleichgewicht von dramatischem Wollen und ökonomischem Können kann die Glaubwürdigkeit des Werks beschädigen und so die Erlebnistiefe des Konsumenten reduzieren. Je geringer die Erlebnistiefe, desto geringer die Akzeptanz und desto weniger ist der Konsument in der Lage, Vermittler des Werks zu zukünftigen neuen Konsumenten zu werden.
Termin: 7./8.11.2011 (Mo, Di)
Teilnahmegebühr: 80,- Euro

*** - 5 - Recht und Vertragsrecht für Drehbuchautoren (2 Tage) ***
Referent: Christian Füllgraf

Das Seminar soll einen Überblick über die wichtigsten Rechtsfragen geben, die für Drehbuchautoren von Bedeutung sind. In der Praxis immer wiederkehrende Fragen ergeben sich insbesondere beim Schutz der Idee, beim Formatschutz und bei der Nutzung einer vorbestehenden Vorlage (z.B. Kurzgeschichte, Erzählung, Roman). Weitere wichtige Themen sind die Verwendung real existierender Personen (z.B. Bi-opics, Doku-Drama, Satire), der Titelschutz sowie die während der Stoffentwicklung abzuschließenden Verträge mit Produzenten und Sendeanstalten.
Termin: 24./25.11.2011 (Do, Fr)
Teilnahmegebühr: 100,- Euro

*** - 6 - Scriptdoctoring für Dokumentarfilme (3 Tage) ***
Referent: Zoran Solomun

Ein Dokumentarfilm entsteht in einem vielschichtigen Prozess, der aus Entscheidungen und Zweifeln an den Entscheidungen besteht, aus instinktiven Reaktionen und sachlichen Analysen, in einem Prozess zwischen Euphorie und Verzweiflung, in einem Prozess, der gleichzeitig ein Teil unserer persönlichen Geschichte und die Herstellung eines Verkaufsprodukts ist.
Orientierungshilfen stellen sich vor allem als Fragen: Was ist an meiner Idee filmisch? Wie untersuche und sammle ich das Material? Wie entscheide ich mich für die richtige Länge und das richtige Format? Wie bereite ich die Protagonisten vor? Wie strukturiere ich den Text?
Während des dreitägigen Seminars werden wir hauptsächlich an Projekten der Seminarteilnehmer arbeiten. Außerdem wird der Referent seine Erfahrungen im Bereich der neuen Finanzierungs- und Verkaufsmodelle von Dokumentarfilmen im Internet auslegen.

Termin: 1. - 3.12.2011 (Do - Sa)
Teilnahmegebühr: 120,- Euro

*** - 7 - Grundlagen des Dialogs (2 Tage) ***
Referent: Günter Rudnick

Als Autor sieht man sich häufig der Aufgabe gegenüber, eigentlich recht einfache Sachverhalte in Szene und Dialog darzustellen:
Der Held/die Heldin entschuldigt sich, macht eine Liebeserklärung etc. Anscheinend einfache Situationen. Aber wie entwickelt man diese Szenen, ohne dass sie banal oder gar plump sind. Sie kommen in jedem Film vor und sind vom Zuschauer tausende Male gesehen worden. Wie kann man ihnen noch Originalität abgewinnen?
Die Antwort ist erstaunlich: in dem man bestimmte Regeln beherzigt!
Nehmen wir an, Sie haben einen Charakter entworfen, dem seine Selbstachtung ab-handen gekommen ist und der seine Frau verliert. Am Ende der Geschichte soll er seine Selbstachtung wiederfinden und seine Frau zurückgewinnen.
Welche Möglichkeiten haben Sie? Kuss und Schluss?
Wenn Sie verstehen wollen, welcher Dialog im Film funktioniert und welche Techniken sie brauchen, um darauf zu kommen, dann wird der Workshop für Sie interessant sein.

Termin: 10./11.12.2011 (Sa, So) Teilnahmegebühr: 100,- Euro

*** - 8 - Pitch it! Die Kunst zu pitchen (2 Tage) ***
Referentin: Sybille Kurz

Pitching bedeutet übersetzt: ”Präsentieren auf den Punkt” – ein Vorgang, der über Gedeih und Verderb eines Filmprojektes entscheiden kann und den man nicht dem Zufall überlassen sollte.
Pitching ist dieses Verkaufen einer Projektidee, einer Story, in dem man sie mündlich vorträgt – eine Aufgabe, bei der auch brillante Autoren, Filmemacher und Produzenten manchmal nicht besonders gut abschneiden.
Bei der Vorbereitung auf einen Pitch stößt man schnell auf eigene Stärken und Schwächen, und auch Schwächen des Projekts treten zu Tage.
Ein guter Pitch ist strukturiert und leidenschaftlich vermittelt. Wie soll das Projekt visualisiert und finanziert werden? Wie sieht das Zielpublikum aus? Und auch die am häufigsten gestellte Frage muss prägnant beantwortet werden: „Warum wollen Sie diesen Film machen?“
Der Workshop bietet die Möglichkeit, durch das Erlernen effektiver Kommunikationstechniken sowie wort- und körpersprachlicher Fertigkeiten Projekte auf einen Pitch hin zu maximieren und sich selbst positiv zu kommunizieren.
Grundvorausetzung für die Teilnahme ist ein Projekt (alle Formate: Dokumentarfilm, Spielfilm, Multi-Media oder Animations-Projekt), dessen Entwicklungsstand von einer vertieften Idee bis zum Drehbuch gehen kann.

Termin: 15./16.12.2011 (Do, Fr)
Teilnahmegebühr: 120,- Euro
 
 
Zielgruppe 
Autoren, Filmemacher, Regisseure, Produzenten 
 
Referenten 
Gerhard von Halem, Ron Kellermann, Christian Füllgraf, Günter Rudnick, Dr. Karl-Dietmar Möller-Naß, Zoran Solomun,
Sibylle Kurz (weitere Infos siehe Referenten) 
 
Termine 
von Anfang Oktober 2011 bis Ende Februar 2012
Bei der Anmeldung bitte unter Kommentar das gewünschte Seminar angeben.
Anfangszeiten in der Regel:
1. Tag 11:00 Uhr, 2./3. Tag 9:30 Uhr
Ende in der Regel:
1./2. Tag 18:00 Uhr, letzter Tag 17:00 Uhr  
 
Kontakt 
Bernd Wolter
MedienWerkstatt Linden - mediacampus
Charlottenstr. 5
30449 Hannover
T. 0511/440500
F. 0511/453930
www.mediacampus.info 
E-Mail: wolter@mediacampus.info
 
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